Sehenswürdigkeiten in Rosenheim

 

Die Rosenheimer Altstadt

Der historische Stadtplatz von Rosenheim
Max-Josef-Platz damals

Eine Stadt im Wandel – die Geschichte 

Nachweislich beginnt Rosenheims Geschichte in der Römerzeit, als die römische Militärmacht eine Innbrücke und die Militärstation »Pons Aeni« errichtete. Wem die Stadt den Namen und das Wappen verdankt, ist nicht bekannt, möglicherweise hat ein Mann Namens Roso den Ort gegründet und nach ihm wurde die Siedlung benannt.  Nicht nachweisbar ist die These, dass Name und Wappen auf die weiße Rose im Wappen der Wasserburger Grafen zurückgehen, die eine Burg Rosenheim erbauten. Diese wurde 1234 erstmals urkundlich erwähnt. Erstes Aufblühen im Mittelalter brachten der Salzhandel und die Innschifffahrt. Im Jahr 1810 erhielt Rosenheim eine Saline, die Sole wurde aus Bad Reichenhall nach Rosenheim geleitet. Die Eröffnung der Eisenbahnlinien München–Innsbruck und München–Salzburg (1857–1860) leiteten die Entwicklung zur heutigen wirtschaftlichen und kulturellen Metropole Südostbayerns ein. 1864 erfolgte die Stadterhebung durch König Ludwig II. Seit 1945 hat sich die Einwohnerzahl auf über 60.000 verdoppelt. 

Heute präsentiert sich die Stadt mondän und charmant, voller Leben und doch so gemütlich, mit alpenländischem Charme und südlichem Flair. Sie lädt zum Entdecken, Genießen und Erleben ein. Die weißblaue Bilderbuchstadt zwischen Chiemsee und Wendelstein mit ihren historischen Bürgerhäusern und engen Gassen in der Altstadt – die perfekte Kulisse für die erfolgreiche ZDF-Serie „Die „Rosenheim-Cops“.

Von April bis Oktober 2010 wurde die Stadt von der Landesgartenschau mit dem Motto „Innspiration“ geprägt, deren Einrichtungen auch größtenteils erhalten geblieben sind: Erholung und Muße entlang der Flüsse Inn und Mangfall!

 
Historisches Gebäude Rosenheim
Gillitzerblock Rosenheim

Gillitzerblock (Ecke Gillitzer-, Münchener-, Prinzregentenstr.)

Der„Gillitzerblock“ (Neurenaissance/ Neubarock) wurde 1894–1897 von dem Münchner Unternehmer Thomas Gillitzer erbaut. Er umfasste 15 Häuser zwischen Gillitzer-, Münchener- und Prinzregentenstraße. Ein Großteil der historischen Gebäude wurde durch zwei große Neubauten ersetzt: Ende der 60er Jahre durch den Neubau des Kaufhauses Karstadt sowie Mitte der 70er Jahre durch den Neubau des sogenannten „neuen Gillitzerblocks“ im nordöstlichen Bereich. 1998 wurde das Karstadt-Gebäude wiederum renoviert.

  

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Solepumpen-Haus
Solepumpen-Haus

Solepumpen-Haus (Salinstraße)

Bei der Anlage der Soleleitungen mussten immer wieder Höhenunterschiede mit Hilfe von Pumpen überwunden werden. Im Rosenheimer Pumpenhaus wurde die Sole mit einem Wasserrad über ein Kolbenwerk zum Antrieb der Pumpe in die Hochreserven befördert. Das Pumpenhaus ist zusammen mit dem ehemaligen Verwaltungs-(Beamten) Stock an der Salinstraße das einzige Gebäude der ehemaligen Rosenheimer Salinenanlage.

 
Stadtplatz Rosenheim
Max-Josefs-Platz Rosenheim

Max-Josefs-Platz (Fußgängerzone) 

Der Max-Josefs-Platz – früher der Innere Markt und Schranne – ist heute die »Gute Stube« der Stadt. Seit 1984 ist der historische Marktplatz Fußgängerzone. Der Max- Josefs-Platz ist umgeben von prächtigen Bürgerhäusern im Inn-Salzach-Stil. Typisch für diesen Baustil sind die Arkaden und Laubengänge sowie die hinter teilweise hoch aufragenden Vorschussmauern verborgenen Grabendächer. Eine sogenannte »Himmelsleiter« hat sich im Ellmaierhaus (Holztechnisches Museum) erhalten.

 

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Mittertor Rosenheim
einzig erhaltenes Stadttor auf dem Max-Josefs-Platz Rosenheim

Mittertor (Fußgängerzone)

Das Mittertor (das einzig erhaltene Markttor Rosenheims) war vor 1350 das Osttor des Marktes, der damals von einem doppelten Graben umschlossen war. Seit dem 15. Jahrhundert trennte es den Inneren Markt vom Äußeren Markt und diente als Verwaltungsgebäude (Marktschreiberei). Nach 1641 wurde der Zwiebelturm angebracht, später der Langbau verändert. Im Kern ist das Mittertor das älteste Gebäude von Rosenheim. Heute befindet sich hier das Städtische Museum mit seiner einzigartigen Sammlung, von den Römern bis zur Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert. An der Fassade des Mittertors zur Seite des Ludwigsplatzes befindet sich das Wappen von Rosenheim, die weiße Rose auf rotem Grund. Daneben ist das bayerische Wappen zu sehen.

 

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Ludwigsplatz Rosenheim
Ludwigsplatz Rosenheim

Ludwigsplatz 

Der Ludwigsplatz war Teil des sogenannten Äußeren Marktes, der infolge der Erweiterung Rosenheims im 15. Jahrhundert entstand. In den letzten Jahren wurde er völlig neu gestaltet, unter anderem wurde der Stadtbach teilweise wieder freigelegt. 

a) Auf dem Ludwigsplatz fällt der Fischbrunnen auf, ein Werk von Prof. Albertshofer aus dem Jahr 1928. Er erinnert daran, dass hier früher Fische verkauft wurden.

b) Am Schuhhaus Reindl ist eine Kugel zu sehen, die aus napoleonischer Zeit stammt und an ein kriegerisches Ereignis im Jahr 1810 erinnert.

c) Auf dem Ludwigsplatz findet Donnerstag bis Samstag der „Grüne Markt“ von 07.00 bis 14.00 statt. Dort erhält man landfrische Produkte wie Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Hönig, Liköre und Räucherfisch direkt vom Erzeuger.

 

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Rathaus Rosenheim
Rathaus Rosenheim

Rathaus (Rathausstraße)

Das Rathaus blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: 1858 war es der erste Rosenheimer Bahnhof. Doch schon 1878 wurde der Bahnhof verlegt und das Gebäude wurde zum Rathaus. Bekannt wurde es als Polizeistation für die ZDF Serie „Die Rosenheim-Cops“.

 

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Lokschuppen ©Mueller
Lokschuppen ©Mueller

Ausstellungszentrum Rosenheim

Das kulturelle Herz der Stadt Rosenheim schlägt in einer ehemaligen Loko- motivenremise: Das AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN fasziniert mit herausragenden Ausstellungen und einer einzigartigen Architektur, die vom Bund Deutscher Architekten preisgekrönt wurde. Zwischen 1857 und 1878 waren hier Dampflokomotiven untergebracht. Heute zählt der Lokschuppen zu den zehn erfolgreichsten deutschen Ausstellungshäusern in der Bundes- republik und sorgt mit seinen wissenschaftlich fundierten und professionell in Szene gesetzten Erlebnis-Ausstellungen auch international für Aufsehen. Über 280.000 Besucher strömten in die Ausstellung „Dinosaurier-Giganten Argentiniens“. Mit Ausstellungen wie „Die Römer“, „Die Kelten“, „Die Wüste“, „Indianer“, „Tiefsee“, „Alexander der Große“, „INKA“, „Regenwald“ und „Wikinger“ trafen die Veranstalter stets den Nerv des Publikums. Für jedes Alter bietet der Lokschuppen im- mer eine große Auswahl an speziellen Angeboten wie Parcours, Ferienprogramm, XXL-Führung, Kulturgenuss für Aktivsenioren, Taschenlampenführung, Kinder- geburtstag u.v.m. 

 


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Riedergarten Rosenheim
Riedergarten Rosenheim

Riedergarten (Ecke Rathaussstraße / Bismarckstraße)

Ein 1729 vom Stadtapotheker angelegter „Privater Garten“, der überwiegend als Kräutergarten fungierte. 1925 wurde dieser vom Mediziner Dr. Hermann Rieder der Stadt als „Sommergarten“ verkauft. In den letzten Jahren wurde der Riedergarten neu gestaltet und mit der Öffnung des Stadtbachgerinnes im Betonbett erhielt der Garten ein modernes Gepräge. Zur Landesgartenschau 2010 wurde wieder ein Apothekergarten mit Heilkräutern angelegt.

 

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Salingarten Rosenheim
Salingarten Rosenheim

Salingarten (Skulpturengarten / Kultur + Kongress Zentrum)

Seit 1987 ist der Salingarten neben dem Kultur + Kongress Zentrum zu einem Skulpturengarten geworden, in dem Großplastiken bedeutender Bildhauer aus Rosenheim und Umgebung zu sehen sind. Als Beispiel sei die Bronzeplastik „Mensch und Pferd“ von Prof. Heinrich Kirchner genannt, der an der Akademie in München lehrte und in Pavolding bei Seeon lebte. Er verband mit seinen Werken häufig religiöse Ideen. So stellte er hier den Menschen und das Tier auf ein und dieselbe Ebene.

 

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Kunstmühle Rosenheim
Kunstmühle Rosenheim

Kunstmühle (Kunstmühlstraße)

Bemerkenswerter ehemaliger Industriekomplex, dessen verschiedene Bauteile von 1855 bis 1916 errichtet wurden. Ab den 1990er Jahren wurde er aufwendig saniert, heute dient er der Gastronomie-, Büro- und Wohnungsnutzung. Das Kraftwerk der Kunstmühle liegt am Mangfallkanal (Klepperstraße). Im Obergeschoss befinden sich die Ausstellungsräume des Kunstvereins Rosenheim e.V.

 
Mangfallpark Rosenheim
Mangfallpark Rosenheim

Mangfallpark (ehem. Landesgartenschaugelände)

Nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt erstreckt sich der Mangfallpark etwa 1,5 km den Fluss entlang. Es eröffnen sich herrliche Blicke auf Mangfall, Inn und die Alpen. Mit seinen lauschigen Sitzplätzen und breiten Promenadewegen lädt er zum Entspannen ein. Eine Kinderkajakstrecke, Klettergerüst, ein Spielplatz und ein Minigolfplatz lassen keine Langeweile aufkommen. Dieses Erholungsgelände verdankt Rosenheim der Landesgartenschau, die 2010 das Gelände in ein Blumenmeer verwandelt. Danach wurde der Park für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

Hier finden Sie einen Vorschlag um einen Spaziergang durch den Park zu machen

 

 

 

 

 

Kirchen und Kapellen

 

Kirche St. Nikolaus
Kirche St. Nikolaus

Stadtpfarrkirche St. Nikolaus

Der 65 Meter hohe Turm der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus erhebt sich unmittelbar hinter dem Marktplatz und ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche entstand um 1450 als spätgotischer Bau mit Spitzhelmturm. 1641 Brandschaden. 1642–57 erfolgte der Neubau mit Zwiebelturm – dem heutigen Wahrzeichen von Rosenheim. Die Inneneinrichtung wurde dem Zeitgeschmack entsprechend mehrmals verändert, d. h. barocke bzw. neugotische Einrichtung. 1880 wurde das Kirchenschiff um 3 Joch in Richtung Ludwigsplatz verlängert. Ab 1960 Neugestaltung des Kircheninneren. Ältestes Kunstwerk des Gotteshauses ist das Schutzmantelmadonnenbild aus dem Jahre 1514. Eine Sanierung der Kirche und eine neuzeitliche Umgestaltung des Innenraumes fand 2004-07 statt. Bemerkenswert sind die neuen Fenster des Glaskünstlers K.M. Hartmann, die von Rosenheimer Bürgern mit finanziert wurden. 

 
Heilig-Geist-Kirche
Heilig-Geist-Kirche

Heilig-Geist-Kirche

Die 1449 vom Handelsmann Hans Stier als Spitalkirche gestiftete Kirche beinhaltet ein kunsthistorisches Kleinod: das Luccabild als Seccomalerei aus dem 15. Jahrhundert. Der ursprünglich gotische Bau wurde ab 1684 barockisiert. Der Turm, der zuvor einen gotischen Spitzhelm trug, wurde mit einer barocken Zwiebel versehen. 


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Spitalkirche St. Joseph
Spitalkirche St. Joseph

Spitalkirche St. Joseph 

Die Spitalkirche St. Joseph wurde 1618-19 vom Bürger Simon Peer erbaut (Bürgerspitalstiftung). 1641 brannte die Kirche ab. Sie wurde von Andreas Peer, dem Sohn des Stifters, wiederhergestellt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie neu eingerichtet (barocker Altar, Rokokokanzel, Bilder vom Rosenheimer Maler Joseph Anton Höttinger, die das Leben des Heiligen Joseph darstellen).

 
Rossackerkapelle
Rossackerkapelle

Rossackerkapelle

Das 1737 erbaute kirchliche Kleinod ist der einzige in sich geschlossene barocke Kirchenbau. Er wurde vom  Bierbrauer Martin Schmetterer in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Brauhaus als private Stiftung errichtet.

 
Kapelle an der Loretowiese
Loretokapelle

Loretokapelle

Die kleine Kirche wurde dem Vorbild der Santa Casa in Loreto/Italien nachempfunden. Erbaut wurde sie infolge eines Gelübdes des Rosenheimer Ratsherrn Georg Schauer. Die Einweihung erfolgte im Jahr 1636.

Das Deckengemälde stammt vom Rosenheimer Maler Joseph Anton Höttinger.

 
Evangelisch Lutherische Kirche
Evangelisch Lutherische Kirche

Evangelisch Lutherische Kirche

Die Erlöserkirche wurde 1885 bis 1886 im neugotischen Stil durch den Leipziger Architekten und späteren Straßburger Dombaumeister August Hartel erbaut. 1965 wurde der Altarraum neu gestaltet. Im Inneren finden sich u.a.: drei Reliefs (Nachbildungen des berühmten Künstlers Adam Krafft), zwei Bilder des Traunsteiner Malers von Kotzebue (Bilder von Luther und Melanchthon), sowie seit 1999 ein abstrakter Kreuzweg der Münchner Künstlerin Petra Winterkamp. Der Pfarrgarten zeigt wechselnde Kunstausstellungen.

 
Rundkirche Heilig Kreuz in Westerndorf
Rundkirche Heilig Kreuz in Westerndorf

Rundkirche Heilig Kreuz in Westerndorf

Ein mächtiges Zwiebeldach krönt die 1668 erbaute barocke Rundkirche St. Johannes Baptist in Westerndorf bei Pang. Sehenswert sind die reichen Stuckarbeiten der Miesbacher Schule im Innenraum der Kirche.

 
Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Blut am Wasen
Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Blut am Wasen

Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Blut am Wasen

Eine kräftige Stukkatur hochbarocker Prägung erfüllt den Innenraum mit Leben. Mittelpunkt ist der Gnadenstuhl am Hochaltar. Die spätgotische Schnitzgruppe zählt zu den bedeutendsten Werken des „Meisters von Rabenden“. Von 1992 bis 1999 wurde die Kirche außen und innen restauriert. Die Neugestaltung des Chorraumes übernahm der Rosenheimer Bildhauer Josef Hamberger, die Innenrestaurierung lag in den Händen des Kirchenmalers Rainer Neubauer aus Bad Endorf.